Tagebuch der Syltreise 2012

Die Jugendfeuerwehr Todtglüsingen ist seit Sonntag, den 05.08.2012, auf der Insel Sylt. Hier erfahren Sie auch in diesem Jahr wieder, täglich alles über die Erlebnisse der Jugendlichen und des Betreuerteams.

 

 




Tag 1, Sonntag 05.08.2012

 

Liebes Tagebuch,

nachdem wir am Samstag unser Gepäck am Feuerwehrhaus abgegeben haben, trafen wir uns am Sonntag um 9.15 Uhr am Bahnhof Tostedt um dem Festland Good-Bye zu sagen.

 

Wir starteten bei Regen, doch je näher wir unserem Ziel kamen desto sonniger wurde es. Ankunft in Westerland war um 14.10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein. Noch kurz mit dem Bus Richtung Hörnum und schon konnten wir unsere Vorhut Lars und Jessica auf dem Zeltplatz Möskendeel  begrüßen. Die Zelteinteilung erfolgte bereits im Zug, so dass wir die Zelte gleich beziehen konnten. Anschließend wurden alle mit den Regeln des Zeltplatzes vertraut gemacht und mit den „Neulingen“ wurde ein Rundgang über den Platz gemacht, bis wir endlich über die Düne an den Strand gingen. Die Badezeit war leider schon zu Ende deshalb durften wir nur mit den Füßen ins Wasser. Es wurden erste Sandburgen gebaut, bis wir um 18.30 Uhr zu Tisch gebeten wurden. Frisch gestärkt gingen die Meisten zurück zum Strand, andere spielten Fußball und Frisbee.

 

Dann war es auch schon 22.30 Uhr und die Nachtruhe begann, alle machten sich bettfertig und gingen in ihre Zelte.

 

Wir freuen uns schon auf morgen.

Schlaf gut!

 

Deine JF Todtglüsingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Tag 2, Montag 06.08.2012

 

Liebes Tagebuch,

 

heute Nacht wurden wir von Blitzen und Donner geweckt. Über Hörnum ging ein heftiges Gewitter nieder. Als wir um 07:30 Uhr aufgestanden sind, war der Spuck aber schon wieder vorbei. Die Sonne kam durch und es wurde ein etwas windiger, aber sonniger Tag.

 

Nach dem Frühstück war Freizeit. Einige nutzten die Zeit für einen Spaziergang nach Hörnum, andere spielten am Stand oder auf dem Zeltplatz. Fünf ganz wanderfeste von uns traten den Rückweg von Hörnum über die Südspitze an. Offensichtlich hatten sie sich bei der Dauer des Weges verschätzt, denn sie kamen eine gute halbe Stunde zu spät zum Mittagessen zurück. Schon hatten wir freiwillige für den Küchendienst.

 

Um 14:00 Uhr war endlich die erste Badezeit. Fast alle nutzten diese für ein Wellenbad in der Nordsee. Diese Abkühlung tat so richtig gut. Nachdem alle heiß geduscht hatten, stand Geo-Caching auf dem Programm. Auf die dafür ausgerüsteten Handys wurde die entsprechende App geladen. In fünf Gruppen sind wir zeitversetzt gestartet. Es wurden verschiedene Koordinaten in und um Hörnum angesteuert, wobei verschiedene Aufgaben zu erledigen waren. Am Ende wurde ein Lösungswort gesucht. Alle Gruppen haben die Aufgaben gelöst. Dafür gab es eine kleine Belohnung in Form einer Naschtüte. 

 

Zum Abendessen waren alle Gruppen wieder im Essensaal versammelt. Anschließend haben ein paar unverwüstliche den Weg nach Hörnum erneut angetreten. Erstaunlich welche Strecken man freiwillig doch zu Fuß zurücklegen kann. Die anderen haben Tischtennis gespielt oder den Sonnenuntergang am Strand genossen.

 

Hoffentlich bleibt das Wetter heute Nacht ruhiger, damit wir ungestört durchschlafen können.

 

Gute Nacht und bis morgen,

deine JF Todtglüsingen.

 

 





Tag 3, Dienstag 07.08.2012

 

Liebes Tagebuch,

 

auf eine windige trockene Nacht folgte ein windiger sonniger Tag. Bestes Wetter um am Strand Drachen steigen zu lassen. Mit dem Lenkdrachen Loopings zu drehen ist gar nicht so einfach. Dennoch wurde es fleißig versucht, bis der Drachen nach einer Bruchlandung leider seinen Dienst versagte. Jetzt müssen wir erst eine Drachenreparaturwerkstatt aufsuchen, bevor neue Versuche starten können.

 

Die Tischtennismatche am Vormittag waren ebenso hart umkämpft, wie die Pokerrunden und viele andere Spiele.

 

Zum Mittagessen erwartete uns heute eine ganz besondere Leckerei. Die Friedrich und Irene Vorwerk-Stiftung hat zum Lunch bei „Möllers Anker“ eingeladen. Da wir bereits am Sonntag mit einer Speisekarte ausgerüstet wurden und unsere Essenswünsche vorbestellen konnten, brauchten wir auf das Festmahl nicht lange zu warten. Allen schmeckte es vorzüglich. Zum Abschluss genossen wir noch einen Eisbecher.

 

Nach einem Verdauungsspaziergang trafen wir pünktlich zur Badezeit wieder auf dem Zeltplatz ein. Die Wellen waren „riesig“ und rissen so manchen von den Beinen. Es war ein Riesenspaß.

 

->  Wichtiger Hinweis für Nicole: Alle blieben unverletzt.

 

Essen und baden machen müde. Deshalb war relaxen angesagt. Den heutigen Abend werden wir bei verschiedenen Gesellschaftsspielen ruhig ausklingen lassen, um morgen wieder fit für neue Abenteuer zu sein.

 

Bis morgen,

deine JF Todtglüsingen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 







Tag 4, Mittwoch 08.08.2012

 

Liebes Tagebuch,

 

den ganzen Tag an der frischen Nordseeluft und der Kampf beim Baden gegen die Wellen macht ganz schön müde. Deshalb haben viele von uns den heutigen freien Vormittag zu einem Schläfchen genutzt. Natürlich haben wir auch einige unermüdliche, die sich nicht scheuten einen Fußmarsch nach Hörnum anzutreten. Andere haben den Vormittag am Strand verbracht.

 

Nach dem Mittagessen haben wir uns alle am Strand getroffen. Dort wurden wir per Losverfahren in vier Gruppen

 

-          die Nashörner

 

-          die Nilpferde

 

-          die Kühe

 

-          die Schildkröten

 

eingeteilt. Zuerst wurde geprüft, wie gut sich die Gruppe kennt. Nach einem Zufallsprinzip wurden einem aus jeder Gruppe die Augen verbunden. Durch ertasten der anderen Gruppenmitglieder musste der „Blinde“ die anderen alphabetisch nach ihren Vornamen sortieren. Alle Gruppen haben diese Aufgabe mit Bravour gemeistert.

 

Anschließend wurden 12 leere Cola-Flaschen mit Nordseewasser gefüllt. Die Flaschen wurden in einem Kreis mit ca. fünf Meter Durchmesser platziert. Während eine Gruppe die „Flaschenwächter“ war und sich in dem Kreis aufhielt, mussten die anderen Gruppen, die sich um den Kreis verteilt hatten, versuchen die Flaschen mit zwei Bällen umzuwerfen. Die „Wächter“ mussten die Bälle versuchen abzuwehren und die umgekippten Flaschen schnellstmöglich wieder aufzustellen. Nach drei Minuten wurde gewechselt und eine andere Gruppe waren die Wächter.  Gewonnen hatte die Gruppe, die als Wächter nach drei Minuten „Beschuss“ noch das meiste Wasser in den Flaschen hatte. In unserem Fall waren es die Kühe.

 

Das Ende des „Wächterspieles“ war gleichzeitig der Beginn der Badezeit, denn die Rettungsschwimmer kamen wie immer pünktlich über die Düne. Da wieder ein ordentlicher Wellengang  herrschte, waren alle nach dem Baden ziemlich K.o., aber auch hungrig. Zum Glück war es bis zum Abendessen nicht mehr allzu lange hin. Alle haben mächtig rein gehauen. 

 

Anschließend stand die Zeit bis zur Nachtruhe wieder zur freien Verfügung. Wir haben am Stand gebuddelt, den Sonnenuntergang beobachtet und viele Spiele gespielt.

 

Morgen wird bestimmt wieder ein super Tag.

 

Gute Nacht,

deine JF Todtglüsingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






Tag 5, Donnerstag 09.08.2012

 

Liebes Tagebuch,

 

heute Vormittag sind wir über den sogenannten „Palettenweg“ am Wattenmeer entlang zum Hörnumer Hafen gewandert. Bei klarem Wetter konnten wir vom höchsten Punkt aus die Inseln Föhr und Amrum sehen. Auf dem Golfplatz waren auch schon einige Spieler aktiv. Am Hafen angekommen haben wir uns erst einmal mit Fischbrötchen von „Fisch-Matthies“ und Creps gestärkt. Schnell noch ein paar Sachen für den heutigen Grillabend eingekauft und schon ging es mit dem MTF zurück zum Zeltplatz. Wie schnell doch so ein Vormittag vergeht.

 

Nach einer einstündigen Mittagsruhe, die hatten viele auch dringend nötig, wurde die Strandspiele fortgesetzt. Es begann mit dem Spiel Ameisenbär. Und wieder gewannen die Kühe. Nachdem wir schon dachten die Kühe sind unschlagbar, mussten sich diese beim anschließendem „Handtuch-Volleyball-Finale“ den Nilpferden dann doch ziemlich deutlich geschlagen geben.

 

Die anschließende Badezeit war bei super Wellengang wieder eine willkommene Abkühlung.

 

Um 18:00 Uhr wurde der Grill angezündet. Nachdem alle „pappsatt“ waren, wurde der Tischtennisraum zur Disco umfunktioniert. Mit Blink- und Spottlicht ging die Post ab. Alle haben mächtig „abgetanzt“. Der Tanz der Betreuer zum Lied „Dans op de Deel“ wurde allerdings gnadenlos ausgepfiffen. Trotzdem haben die mutigen Betreuer bis zum Ende durchgehalten. Um 22:00 Uhr sind alle müde ins Bett gefallen. Es war ein schöner, aber auch anstrengender Tag.

 

Morgen ist schon unser letzter Tag. So eine Woche geht doch viel zu schnell rum.

 

Gute Nacht,

deine JF Todtglüsingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 







Tag 6, Freitag 10.08.2012

 

Liebes Tagebuch,

 

heute war unser letzter ganzer Tag auf Sylt. Am Vormittag haben wir unsere zum Teil „explodierten Koffer“ sortiert, damit diese für die morgige Abfahrt gepackt sind. Danach ging es noch einmal nach Hörnum zu einem letzten Fischbrötchen und/oder Crepes.

 

Nach dem Mittagessen fand endlich die schon lang ersehnte Taufe der „Neulinge“ statt. Getauft von Pastorin Edith wurden Saskia, Jonas, Sarah, Marcell, Michell, Emelie, Anna-Lena und Anni. Die Täuflinge mussten jeweils zu zweit vor einer Wanne mit Wasser knien, um zwei darin schwimmende Äpfel mit dem Mund bzw. den Zähnen zu fangen. Dies erfordert eine hohe Konzentration. Entsprechend waren die Täuflinge abgelenkt. Denn von hinten näherten sich die Helfer der Pastorin und überschütteten die Täuflinge mit je einem Eimer Wasser. Zum Glück hatten wir strahlenden Sonnenschein, sodass niemand frieren musste. Alle, auch die Täuflinge, hatten einen riesen Spaß.

 

Von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr hatten wir die letzte Badezeit. Viele haben diese genutzt sich noch einmal in den Nordseefluten auszutoben.

 

Am Abend fand das große „Insel-Quiz“ statt. Die Nashörner, die Nilpferde, die Kühe und die Schildkröten mussten sich Frage aus verschiedenen Kategorien rund um Sylt stellen. Alle haben sich tapfer geschlagen. Am Ende gewannen mit der letzten Master-Frage die Nilpferde ganz knapp vor den gleich auf liegenden anderen Mannschaften.

 

In der anschließenden Feedback-Runde durfte  sich jeder  zu Wort melden. Fazit war: Alle fanden die Woche super. Der Teamgeist wurde kräftig gestärkt. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

 

Unser aller Dank gilt der Irene und Friedrich Vorwerk Stiftung, die uns die tolle Woche gesponsert hat.

 

Morgen nach dem Frühstück treten wir die Heimfahrt an. Deshalb endet unser Tagebuch hier.

 

Bis zum nächsten Jahr,

deine JF Todtglüsingen

 

Nachtrag:

 

Die Betreuer

Frank, Lars, Edith, Jens, Regina und Anni

bedanken sich bei den Kids

Jessica, Jan-Erik, Sean, Saskia, Jonas, Sarah, Marcell, Michell, Christian, Samantha, Cindy, Laurens, Vanessa S., Emelie, Anna-Lena, Eyleen, Anna, Hendrik, Niklas und Vanessa W.

für eine ereignissreiche, harmonische, mit sehr viel Spaß verbundene Woche.