Tagebuch der Syltreise 2011

Die Jugendfeuerwehr Todtglüsingen ist seit Sonntag, den 24.07.2011, auf der Insel Sylt. Hier erfahren Sie auch in diesem Jahr wieder, täglich alles über die Erlebnisse der Jugendlichen und des Betreuerteams.

 

 

Tag 1, Sonntag 24.07.2011

 

Liebes Tagebuch,

 

heute Morgen war es endlich so weit! Wir trafen uns um viertel nach neun  am Tostedter Bahnhof. Doch einige von uns konnten so lange nicht warten und tauchten furchtbar aufgeregt schon um neun Uhr am Treffpunkt auf. Nachdem sich alle von ihren Eltern und Geschwister verabschiedet hatten und einige doch noch eine Regenhose in die Hand gedrückt bekamen - wie peinlich! - stiegen wir in den Metronom nach Hamburg Hauptbahnhof ein. Manche hätten wohl lieber noch eine Jacke anziehen sollen, da der leichte Nieselregen doch ziemlich nass machen kann …

 

Die Zugfahrt bis nach Hamburg war weniger spektakulär, bis auf die Tatsache, dass der Zug überhaupt fuhr und Frank erst einmal ein wenig schlafen musste. Er muss wohl schon ein wenig Schlaf vorholen, um uns bei Laune zu behalten.

 

Für drei andere begann die Reise nach Sylt um sieben Uhr. Diese fuhren mit dem MTF und Anhänger bis nach Niebüll und erreichten Sylt mit dem Autozug gegen elf Uhr. Wir kamen erst um halb drei an und beschäftigten uns auf der Zugfahrt mit unseren neuesten, technischen Geräten. Einige griffen aber auch zu ganz normalen Kartenspielen.

 

Der Zug kam dann in Westerland an und wir stiegen voller Vorfreude in den Bus nach Hörnum ein. Die Haltestelle „Hörnum Nord“ war unser Ziel und der kurze Fußweg bis zum Zeltplatz war auch schnell hinter uns gebracht. Endlich waren wir in Möskendeel!

 

Der Anhänger wurde schon von den anderen komplett ausgepackt und wir mussten nur unser Gepäck in die Zelte räumen. Da es auch schon wieder anfing zu nieseln, bezogen wir unsere Zelte in Rekordzeit – auch die, die erstmal das komplette Zelt vom Stroh befreien mussten.

 

Nachdem uns die Betreuer in die Inselregeln unterwiesen haben, durften wir auch den gesamten Platz erkunden. Die kleinen Jungs gingen sofort an ihr Werk und bauten die erste Sandburg. Einige andere konnten nicht bis morgen warten und liefen schon nach Hörnum – nur um einen Crepe zu essen. Dennoch schafften sie den etwas längeren Weg in einer Stunde, um rechtzeitig zum Abendessen zurück zu sein.

 

Die Zeit verging bei diesen Aktivitäten natürlich ziemlich schnell und wir trafen uns zum gemeinsamen Abendessen. Heute Abend gab es Reis mit Geschnetzeltem und Bananenpudding.

 

Nach dem Abendessen machten sich die Jungs auch wieder an die Arbeit und buddelten weitere größere Löcher. Wir sind gespannt was der Rest der Woche uns noch bringt.

 

Daher verabschiede ich mich für heute und freue mich schon auf den nächsten, ereignisreichen Tag.

 

Bis morgen,

deine JF Todtglüsingen

 

 







 

 

 

Tag 2, Montag 25.07.2011

 

Liebes Tagebuch,

 

wir haben die erste Nacht gut im Zeltlager überstanden. Diesmal war der Wind auch nicht so stark und es hat auch nur ein wenig geregnet. Das bekamen aber nur die Leute zu spüren, die in der Nacht auf die Toilette gehen mussten.

 

Die ersten von uns konnten schon um sieben Uhr nicht mehr schlafen und weckten auch den Rest der Gruppe. So konnten fast alle ruhig in den Tag starten, außer einigen Schlafmützen, die nicht aufzuwecken waren. Daher begann der Morgen für diese weniger entspannt.

 

Nachdem wir dann endlich alle am Frühstückstisch zusammen gekommen waren, durften wir unseren mächtigen Hunger stillen. Danach trafen wir uns zu einem kleinen „Krisengespräch“, um kleine Unstimmigkeiten in der Gruppe aus dem Weg zu räumen.

 

Dann stand der erste Fußmarsch nach Hörnum an. Natürlich wurde der Palettenweg von den Betreuern ausgewählt, nur um uns zu quälen! Von der einzigen Steigung in der Nähe von Hörnum kann man schon vom „Hörnumer Matterhorn“ sprechen. Die ersten mussten sich von diesem Aufstieg auf der Düne erholen. Doch die Betreuer kennen keine Pause und so ging es auch wieder zügig weiter zum Hörnumer Hafen. Auf dem Weg dorthin sammelten einige Jungs die Überreste von Krebsen ein. Samuel fand sogar alle Einzelteile eines Krebses. Dies musste natürlich allen anderen gezeigt werden. Bis auf die Mädchen (Iiiiih ein Krebs!!!) fanden es auch alle toll.

 

Wir kamen bei Fisch Matthies an und die ersten Fischbrötchen des Sylturlaubs wurden vertilgt. Von einigen schneller als man sie sich je bewegen sah … Die meisten Mädchen fanden diese Fischbrötchen natürlich nicht so toll und liebäugelten wieder mit dem Crepestand.

 

Als wir dann Hörnum in Kleingruppen ein wenig erkundeten, trafen wir uns bei Edeka. Frank war so nett, uns allen vier Schaufeln zu spendieren, so dass einige (hauptsächlich die Jungs) den Rückweg zum Lagerplatz in einem Affenzahn zurücklegten. Doch sie mussten auf die Buddelei am Strand warten, da wir erst einmal Mittagessen bekamen. Nach dem langen Fußweg und der Seeluft waren wir auch sehr hungrig. Heute gab es leckere Frikadellen mit Kartoffelpüree und Gemüse. Hier blieb die Frage nach dem Vornamen des Ree’s (Reh) auch nicht aus.

 

Nach dieser Stärkung gingen wir fast alle an den Strand, wo dann auch die Buddelei sofort los ging. Es wurden riesige Löcher und Burgen gebaut. Andere fanden sich zu einer lustige Pokerrunde zusammen, in der Lars fast allen das „Geld“ aus der Tasche zog (Zitat: „Das sind ja alles Amateure!“). Am Strand wurde dann auch die allererste Flaschenpost  von Clemens gefunden. Diese kam von einem niederländischen, dreizehnjährigen Mädchen namens Frederieke. In ihrer Post stand, dass sie eine Schule in Zwolle besucht und sich auf eine Antwort freuen würde. Daher werden wir diese Woche noch ein Schreiben fertig machen und per Post (normaler Weg) zu Frederieke schicken.  

 

Endlich war es dann auch halb fünf, die Badezeit begann also in zehn Minuten. Also schnappten sich unsere mutigsten Teilnehmer die Badekleidung und machten sich wieder auf dem Weg zum Strand. Die Bademeister erklärten uns die wichtigsten Regeln und dann durften wir ins kühle Nass springen. Einige waren sehr mutig uns rannten in die Nordsee hinein. Andere tapsten sich Schritt für Schritt voran. Die Wellen waren sehr hoch und wir hatten sehr viel Spaß, auch die Zuschauer. Dennoch führten die hohen Wellen bei wenigen zu einer Seekrankheit. Aber nach kurzer Zeit war der Schwindel vorbei; rechtzeitig zum Abendessen.

 

Heute Abend werden wir noch ein paar Spiele spielen und am Stand spazieren gehen. Müde geht es dann in die Falle, denn morgen wird wieder ein aufregender Tag. Wir werden den Erlebnispark Naturgewalten und per Schiff die Seehundbänke besuchen.

 

Bis morgen,

deine JF Todtglüsingen

 







 

 

 

Tag 3, Dienstag 26.07.2011

 

Liebes Tagebuch,

  

heute ging es gleich nach dem Frühstück mit dem Bus zum Hafen nach List und dort auf die Gret Palucca, ein 1940 gebauter Fischkutter aus Holz. Der nette Matrose hat uns schon am Kai begrüßt und einige wenige Regeln an Bord erklärt. Dann ging es an Deck und wir setzten uns entlang der Reling auf Bänke. Samuel hat dem Matrosen beim Ablegen geholfen und schon konnten wir in See stechen. Unter lautem Tuten verließen wir den Hafen.

 

Nach knapp einer Seemeile tauchte backbord bereits der erste Seehund auf. Kurz darauf bat der Matrose alle zum Heck. Jetzt war Fischfang angesagt. Christian hat das Schleppnetz über Bord geworfen. Dieses wurde mit einer Boje gesichert. Nach nur wenigen Minuten holte der Matrose das Netz wieder ein. Wir waren alle erstaunt, wie viele verschiedene Tiere sich nach so kurzer Zeit im Netz befanden. Wir hatten Krebse, Muscheln, Seesterne, Krabben, Garnelen, Seenadeln, Seeigel und auch einen kleinen Aal gefangen. Der Matrose hat auf seine sehr nette und lustige Art zu jedem Tier eine Geschichte erzählt und dabei auch ein wenig Seemannsgarn gesponnen. Die Zeit verging wie im Fluge und schon hatten wir die Seehundbänke erreicht. Da gerade Flut war und die Seehundbänke unter Wasser standen, hielten sich dort nur wenige Seehunde auf. Wir waren nur noch wenige Seemeilen von Dänemark entfernt und mussten die Rückreise antreten.   Der Matrose erklärte noch einiges zu den umliegenden Inseln und schon hatten wir den Hafen von List wieder erreicht.

 

Nun hatten wir noch eine Stunde Zeit, den restlichen Hafenplatz zu erkunden und unsere geschmierten Brote zu essen. Einige mutige sind noch Bungee-Trampolin gesprungen. Danach gingen wir in die Erlebniswelt Naturgewalt. Hier bekamen wir von unserer Führerin Anne eine altersgerechte Einleitung in das Thema. Wir fanden uns zu Pärchen zusammen, damit wir die Rallye-Fragebögen ausfüllen konnten. Anhand dieser wurden wir durch die drei Themenbereiche geführt: Leben mit Naturgewalten, Kräfte der Nordsee und Wetter, Klima, Klimaforschung. Alle hatten großen Spaß bei dieser Rallye und sind auf das Ergebnis gespannt.

 

Danach gingen wir zum Bus, der uns über Westerland bis nach Hörnum brachte. Diesmal hatten wir einen sehr netten Busfahrer, der uns direkt am Zeltplatz aussteigen ließ (kommt auch nicht sehr oft vor). Da die Fahrt von List nach Hörnum über eine Stunde dauerte, bekamen wir auch kurze Zeit später unser Abendessen. Es gab einen Nudelauflauf, der fast allen mundete (was auch nicht sehr oft vorkommt).

 

Den Abend verbrachten fast alle wieder am Strand, da wir den ganzen Tag ein super Wetter hatten. Hier haben sich auch einige einen Sonnenbrand eingefangen …

 

Der Tag war sehr anstrengend und daher werden wir heute wieder alle seelenruhig ins Bett gehen.

 

Bis morgen

deine JF Todtglüsingen







 

 

 

Tag 4, Mittwoch 27.07.2011

 

Liebes Tagebuch,

 

Heute haben wir wieder einen ereignisreichen Tag gehabt. Nach dem Frühstück trafen wir uns zu einer kleinen Meckerrunde. Hier wurden letztendlich alle Unstimmigkeiten in der Gruppe aus dem Weg geräumt. Also konnten wir wieder unseren Urlaub genießen und Spaß haben.

 

Wie soll es auch anders sein … das erste Ziel der Jungs war der Strand. Hier wurde wieder kräftig gebuddelt und gebaut. Es entstand sogar eine große Kuhle mit Treppen, die die „Sesshaften“ in die Sitzlounge hinunterführten. Andere verbrachten ihre Freizeit auch mit sonnen, Skip-Bo oder auch einfach nur lesen. Das Wetter war heute einfach super. So viel Sonnenschein und Hitze hatten wir diese ganze Woche noch nicht.

 

Um punkt 12:00 Uhr trafen wir uns am Lagerplatz, um gemeinsam nach Hörnum zu gehen. Hier trafen wir uns mit Familie Ehlen zum Essen beim Rostigen Anker. Klaus-Dieter ist einer der Geschäftsführer von Vorwerk und verbrachte mit seiner Frau Ute und seinem Sohn Oliver die Ferien auf Sylt. Dieses Essen wird jedes Jahr organisiert. Da wir unser Essen vorbestellt hatten, ging es auch schnell los. Wie jedes Jahr war das Essen wieder traumhaft und wir schlugen uns alle die Bäuche so voll, dass wir uns nach Hause kugeln mussten. Nachdem sich die meisten von ihren überfüllten Mägen erholt hatten, gingen einige von uns weiter in die Innenstadt. Der Rest wurde von Jens zum Zeltplatz zurückgefahren. Da wir zu viele waren, musste Jens zweimal fahren. Hatte für Oliver den Vorteil, dass er einmal mit unserem MTF mitfahren durfte; was natürlich das absolute Highlight war.

 

Die Friedrich-Vorwerk Stiftung spendiert uns jedes Jahr seit 1994 den Urlaub auf Sylt. Als die Jugendfeuerwehr von Edith und Kurt gegründet wurde, schenkte Friedrich Vorwerk dieser die erste Fahrt nach Sylt. Die Tradition mit dem gemeinsamen Essen, stammt auch von ihm und so war es auch die Jahre danach. Daher möchten wir an dieser Stelle auch noch einmal der Stiftung dafür danken, dass wir jedes Jahr hier diesen super Urlaub verbringen dürfen.

 

Da die Gezeiten heute wieder nicht zeitlich passten, bekamen wir von den Bademeistern eine Planschzeit genehmigt. Hier dürfen wir nicht so weit raus schwimmen und uns auch nur im flachen Gewässer aufhalten. Hinrich war auch gleich der erste Übeltäter, der von den Bademeistern aus dem Wasser rausgeholt werden musste. Nach einer kurzen Belehrung, durfte er aber auch wieder zurück ins kühle Nass. Diese Planschzeit wurde auch von den meisten Kindern wahrgenommen, da das Meer bei diesen Temperaturen eine willkommene Erfrischung war. Doch dann war die Stunde auch schnell vorbei und alle Planscher gingen duschen. Kurz danach musste der Küchendienst den Tisch für alle eindecken. Zum Abendbrot gab es auch noch die Reste vom gestrigen Nudelauflauf, der auch schnell unter den Hungrigsten aufgeteilt wurde. Der letzte Esser war Clemens. Wir mussten alle darauf warten, dass er seinen Magen wieder so weit aufgefüllt hatte, um seinen abendlichen Aktivitäten nachzukommen. Diese waren unter anderem der Abwasch, bei dem natürlich seine Kumpels Gerrit und Lars auch dabei waren.

 

Irgendwann waren sie dann fertig und konnten zum Strand, welchen der Großteil der Gruppe auch schon aufgesucht hatte. Die anderen versuchten sich an Risiko und anderen Spielen. Also werden wir wieder einen schönen Abend verbringen und so brav wie wir sind um halb elf in unseren Feldbetten liegen. Natürlich sind die Zähne geputzt und alle Süßigkeiten von den Betreuern eingesammelt worden (Aussage der Kinder mit gekreuzten Fingern).

 

Bis morgen,

Deine JF Todtglüsingen








 

 

 

Tag 5, Donnerstag 28.07.2011

 

Liebes Tagebuch,

  

Heute Morgen mussten wir uns mit dem Frühstück ranhalten, da die Badezeit schon um zwanzig nach neun los ging. Wir durften auch wieder eine Stunde schwimmen, aber diese Möglichkeit wurde nur von wenigen wahrgenommen, da wir auch nicht mehr so gutes Wetter hatten. Im Gegensatz zum Festland, das unter den Sonnenstrahlen schwitzte.

 

Im Wasser gab es dann auch gleich einen kleinen Unfall (Lieben Gruß an Niki, bis jetzt haben wir auch keine Meldung von Eyleen oder Samantha). Wie soll es auch anders sein, natürlich war Clemens mal wieder drin involviert. Er wollte den Betreuer-Lars erschrecken und zog an seinem Bein unter Wasser. Lars erschreckte sich und rammte sein Knie (aus Reflex – er hielt die Hand für einen Monsterfisch, der ihn vertilgen möchte) an Clemens‘ Auge. Nach den vielen Malen Baden in der Nordsee hat sich die Lippe von Clemens erheblich gebessert, aber nun hat er erstmal ein blaues Auge.

 

Der Rest der Gruppe ging nach Hörnum. Wir vermuten zum Crepe essen, wissen wir aber auch nicht genau … Selbst die Kinder, die noch baden waren, gingen auch nach Hörnum oder spielten Risiko nach ihren Regeln. Diese sind auch sehr interessant, so wird um ein Land Schick-Schnack-Schnuck gespielt. So waren dann alle Kinder beschäftigt und die Betreuer standen plötzlich ohne Kinder am Lagerplatz da. Der erste Aufschrei wurde dann schon laut: „Endlich Ruhe!“ Diese Ruhe wurde dann auch von allen sofort genossen. Gegen zwölf Uhr waren dann auch alle Kinder wieder da und wir konnten vom Küchendienst die Tische eindecken lassen. Zum Mittagessen gab es heute Bohnensuppe mit Brot. Da diese Suppe nicht jedermanns Sache war, bekamen einige aus der Küche eine Scheibe Wurst, um den Hunger wenigstens ein bisschen zu stillen.

 

Nach einer kleinen Mittagsruhe trafen wir uns zum Wikingerspiel-Turnier. Anfangs wurden die acht Teams von Sean ausgelost. Als alle Teams ausgelost waren, gingen wir zum Strand und bauten zwei Felder auf. Auf beiden Feldern spielte jeder gegen jeden. Danach gab es dann die Entscheidungsspiele um Platz sieben, fünf, drei und eins. Die Teams erreichten die folgende Platzierung:

 

1.       Team 4: Christian, Samuel, Clemens

2.       Team 8: Hinrich, Dörthe, Vanessa S.

3.       Team 1: Anna, Cindy, Gerrit

4.       Team 6: Lars M., Niklas, Edith

5.       Team 2: Jens, Frank Sean

6.       Team 7: Lars H., Laurens, Jessica

7.       Team 5: Hendrik, Samantha, David

8.       Team 3: Jan-Erik, Eyleen, Vanessa W.

 

Das Wetter war auch heute Nachmittag für das Wikingerspiel nicht geeignet. Wir hatten am Strand einen starken Gegenwind auf einer Seite – was  zum Nachteil für einige Gruppen wurde – merkwürdigerweise haben wir so ein Wetter immer, wenn wir das Wikingerspiel auspacken oder Strandspiele machen. Aber die schusseligen Betreuer kamen auch nicht auf die Idee wieder zum Lagerplatz zurück zu gehen, da der Wind da nicht so stark war. Abgesehen davon hätten wir auch den gesamten Zeltplatz nutzen könnten, weil keine andere Gruppe im Zeltlager ist.

 

Irgendwann waren wir dann mit dem Turnier fertig und konnten uns wieder anderweitig beschäftigen. Um halb sechs mussten wir uns beim Haus versammeln und die Kinder, die das erste Mal mit nach Sylt fuhren, mussten getauft werden. Diese waren Anna, Niklas, Samuel, Cindy, Christian, Jan-Erik, Vanessa W., Hinrich. Alle Kinder wurden von Frank abgelenkt, so dass die Betreuer mit riesigen Wannen alle nassspritzen konnten. Das war ein richtiger Spaß und es wurden fast alle komplett nass, außer Jan-Erik der ein wenig Glück hatte und nur zur Hälfte erwischt wurde.

 

 Heute Abend wurde gegrillt. Jens war unser Grillmeister und jeder bekam sein bestelltes Essen von ihm auf den Teller gedrückt, eine Strichliste wurde natürlich geführt. Als wir dann alle mit dem Essen fertig waren und von Frank genötigt wurden die letzte Wurst aufzuessen, spielten die Betreuer mit uns einige witzige Spiele. Darunter war Willi mag, Willi mag nicht – ein Spiel, in dem Eigenschaften aufgezählt werden unter Beachtung einer geheim gebliebenen Bedingung, die jeder einzelne selber herausfinden sollte. Dann spielten wir auch noch wer hat den Hut?  und das Scherenspiel. Bei diesem Spiel wird die Schere entweder geschlossen oder geöffnet weitergegeben und dieses richtet sich ebenfalls nach einer Bedingung, die nur die Betreuer wussten. Diese Spiele führten bei einigen zu kleinen Wutausbrüchen, die aber nicht lange anhielten. Zu guter Letzt demonstrierten Frank und Lars ihre telepathischen Fähigkeiten, die die ganze Gruppe verblüfften. Das Erlernen der Telepathie wurde dann natürlich auch nicht verraten, so dass einige noch im Schlafsack darüber grübeln mussten. Weil wir uns alle so gut benommen hatten, durften wir auch heute eine Stunde länger wach bleiben, die wir natürlich auch voll ausnutzten. Danach gingen wir auch alle glücklich und zufrieden in unsere Zelte und schliefen fast alle sofort ein.

 

Morgen wird unser letzter Tag im Zeltlager sein und wir freuen uns schon auf die letzten Fischbrötchen oder Crepes in Hörnum.

 

Bis morgen,

deine JF Todtglüsingen







 

 

 

Tag 6, Freitag 29.07.2011

 

Liebes Tagebuch,

  

Heute haben wir einen ganz lockeren Tag gehabt. Morgens hatten wir wieder eine Badezeit und acht mutige Jungs gingen ins sehr kühle Nass. Die Mädchen machten ihrem Klischee alle Ehre und mieden das Meer. Dafür wurde die Zeit zum Chillen, Lesen, Toben oder Duschen genutzt. Später gingen einige mal wieder nach Hörnum. Was sie dort machten ist auch ungewiss, aber sie werden bestimmt Spaß gehabt haben.

 

Zum Mittagessen waren dann auch alle wieder im Lager und wir bekamen Tortellini mit Käse-Sahne-Sauce. Das Essen war auch mal wieder wunderbar. Nach dem Essen machten fast alle eine Mittagspause, in der die meisten noch einmal ihre Augen zu machen mussten. Die letzte Nacht war wohl doch ein wenig zu lang … Die heutige Prognose lautet also: Wir werden alle zwar müde sein, aber trotzdem noch bis spät in die Nacht hinein wach bleiben – Energydrink sei Dank –

 

Den Nachmittag verbrachten einige mit gemeinsamen Spielen oder Strandbeschäftigungen. Eine kleine Gruppe ging dann auch mit allen Betreuern nach Hörnum, um noch das letzte Hörnumer Crepe oder Fischbrötchen von Matthies zu essen. Lars und Sean waren die einzigen, die Willi die Robbe im Hafen antrafen. Dies war das erste Mal in dieser Woche, also hatten die beiden richtig viel Glück gehabt. Willi ist nebenbei auch eine Kegelrobbendame und hat schon mehrere Jungen bekommen. Dann unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang über die Promenade zur Innenstadt.

 

Zum Abendessen bekamen wir heute wieder Brot und Konservenfisch. Zu diesem Zeitpunkt war schon die Lauenburger Gruppe im Lager angekommen und der Lärmpegel war dementsprechend in die Höhe geschnellt. Lars und Clemens mussten erst einmal der anderen Gruppe ihre angebliche Homosexualität demonstrieren. So liefen sie Händchenhaltend durch den Esssaal und Clemens konnte sich einen Poklatscher nicht verkneifen, als Lars sich bückte um sein Besteck abzuwaschen. Die beiden handelten sich furchtbar verwirrte Blicke ein und man kann wohl vermuten, dass die Mädchen aus Lauenburg nicht mehr an ihnen interessiert sind.

 

Den heutigen Abend werden wir auf jeden Fall noch einmal am Strand verbringen und etwas miteinander unternehmen, da ja heute auch schon unser letzter Tag ist und wir eine enorm gute Gruppendynamik entwickelt haben. Morgen wird alles ein wenig anstrengender, da wir unser Durcheinander im Zelt aufräumen müssen – unglaublich wie manche ihre Klamotten durch das Zelt schmeißen – also werden wir uns morgen noch einmal kurz melden.

 

Deine  JF Todtglüsingen






 

 

 

Tag 7, Sonnabend 30.07.2011

 

Liebes Tagebuch,

die Woche ist schon wieder rum. Heute müssen wir leider abreisen. Einige Frühaufsteher hatten ihre Sachen schon vor dem Frühstück fertig gepackt, die anderen mussten nach dem Frühstück gas geben. Als alle Koffer, Kisten, Feldbetten und Schlafsäcke im MTF und Anhänger verstaut waren, haben wir uns von der Zeltplatzleitung und der Küche verabschiedet. Danach fuhr das MTF, besetzt mit Lars M., Jessica und Eyleen, mit Blaulicht und Martinhorn vom Platz Richtung Heimat. Alle anderen machten sich zu Fuß auf zur Bushaltestelle. Gegen 10:45 Uhr erreichten wir Westerland. In kleinen Gruppen gingen wir shoppen und sahen von der Promenade aus den Surfern zu. Um 11:45 Uhr war Treffpunkt bei McDonalds in der Friedrichstrasse. Hier haben wir es wieder einmal geschafft die „Kasse zu sprengen“. Frisch gestärkt machten wir uns anschließend auf zum Bahnhof. Pünktlich um 13:26 Uhr fuhr unser Zug Richtung Hamburg ab. Leider war die Klimaanlage defekt, sodass wir bis Niebüll bei gefühlten 50 Grad reisen mussten. Als dann die Diesel- gegen eine E-Lok ausgetauscht wurde, lief auch die Klimaanlage wieder und wir konnten den Rest der Fahrt bei angenehmer Temperatur verbringen.

 

In Hamburg angekommen verließen, mit Erlaubnis ihrer Eltern, Clemens, Gerrit und Lars H. die Gruppe. Sie wollten noch eine öffentliche Veranstaltung an den Hamburger Landungsbrücken besuchen. Alle anderen fuhren mit dem Metronom weiter Richtung Tostedt. Pünktlich um 17:48 Uhr kamen wir an und alle konnten die bereits am Bahnhof wartenden Eltern, Geschwister und Freunde glücklich in die Arme schließen.

 

Es war eine aufregende und schöne Woche. Bis zum nächsten Jahr,

deine JF Todtglüsingen

 

 

Abschiedsworte der Betreuer

 

Liebe Kids,

 

uns hat die Woche Sylt mit euch sehr viel Freude gemacht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und zwei kurzen Krisensitzungen hat es mit dem Gruppenzusammenhalt wirklich prima geklappt. Alle, ob groß oder klein, ob Mädchen oder Junge, haben gemeinsam etwas unternommen. So soll es sein, dass ist Sinn und Zweck einer Ferienfreizeit. Eine so toll funktionierende Gruppe wünschen wir uns auch für die Zukunft.

 

Für eine rundum super Woche bedanken wir uns bei

Hinrich, Laurens, Jan-Erik, Hendrik, Jessica, Vanessa S., Samantha, Eyleen, Niklas, David, Christian, Sean, Samuel, Cindy, Anna, Vanessa W., Clemens, Lars H. und Gerrit.

 

Euer diesjähriges Sylt-Betreuerteam

Laufey (Dörthe), Edith, Frank, Lars und Jens