Tagebuch der Syltreise

Die Jugendfeuerwehr Todtglüsingen ist seit Sonntag, den 11.07.2010, auf der Insel Sylt. Hier erfahren Sie täglich alles über die Erlebnisse der Jugendlichen und des Betreuerteams.

 

 

Tag 7, Sonnabend 17.07.2010

 

Liebes Tagebuch,

 

heute war unser letzter Tag auf Sylt. Schon morgens, direkt nach dem Frühstück, mussten wir unsere Koffer packen. Diese wurden anschließend in unser Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) verladen. Nachdem dieses sich mit Edith, Sean, Kathi und Lars auf den Weg zurück nach Todtglüsingen gemacht hatte, verließen auch wir den Zeltplatz in Richtung Bushaltestelle um nach Westerland zu fahren.

 

In Westerland schlenderten wir dann noch ein wenig durch die Fußgängerzone bevor wir gemeinsam bei Mc Donalds zu Mittag aßen. Gesättigt ging es dann zum Bahnhof, wo wir nach kurzer Wartezeit in den Zug nach Hamburg stiegen. Da unsere Bahn mit Verspätung in Hamburg ankam, bekamen wir unseren Metronom nach Tostedt nicht mehr. Wir mussten einen Anderen nehmen und erreichten Tostedt erst eine Stunde später als geplant.

 

Am Bahnhof warteten bereits unsere Eltern und das MTF mit unserem Gepäck auf uns. Nachdem wir die Koffer dann verladen hatten, ging es nach Hause. Die Syltfahrt war zu Ende.

 

Wir freuen uns bereits auf die Fahrt im nächsten Jahr und danken der Friedrich-Vorwerk-Stiftung recht herzlich für die unvergessliche Woche auf der Insel Sylt!

 

Bis nächstes Jahr, deine Jugendfeuerwehr Todtglüsingen.







 

 

 

Tag 6, Freitag 16.07.2010

 

Liebstes Tagebuch,

 

heute ist uns was echt trauriges passiert. Wir wollten heute nach dem Frühstück mit dem Schiff zu den Seehundsbänken fahren und uns dabei einen lebenden Seetierfang angucken. Unsere Betreuer haben sogar extra noch ein Prospekt mitgenommen und gesehen, dass das Schiff jeden Dienstag bis Freitag um 10:15 Uhr in Hörnum abfährt. Doch als wir dann im Hafen ankamen und Frank die Karten kaufen wollte, hatte er gesehen, dass ausgerechnet diese Tour zu unsrem Bedauern ausfiel. Aus diesem Grund sind wir dann in Hörnum ein bisschen spazieren gegangen und wollten eigentlich den Leuchtturm angucken. Doch auch das gestaltete sich schwieriger als wir dachten. Dazu hätten wir uns in der Kurverwaltung anmelden müssen und von dieser einen Termin für die Besichtigung bekommen.  Also sind wir zum Supermarkt gegangen und haben uns Grillfleisch für den heutigen Abend besorgt. Frank hat uns dann alle auf ein Fischbrötchen bzw. einen Crêpes eingeladen, um die Trauer besser verarbeiten zu können.

 

Als wir dann endlich wieder in der Ferienkolonie angekommen sind, haben wir das Wikingerspiel als Zeitvertreib bis zum Mittagessen gespielt. Um 14:30 Uhr sind wir dann das letzte Mal in die Nordsee Baden gegangen. Die Wellen waren ziemlich groß, weil der Wind auch mal wieder etwas stärker war. Es war sehr kräfteraubend sich in der Brandung zu Recht zu finden. Zum Glück sind während der Badezeit auch immer zwei Bademeister dabei, die auf uns aufpassen, damit wir von der Strömung nicht zu weit abgetrieben werden.

 

Danach sind wir dann alle schnell duschen gegangen, weil Lars noch eine Strandolympiade mit uns machen wollte.  Dabei mussten wir einen „Staffellauf“, „Steine ditschen“, „Ballweitwurf“, „Lochtiefbuddeln“, „Sitzspiel“,  „Wasserpistolen zielen“, „Muschellauf“ und „Kopfball-Spiel“ in Gruppen spielen.

Was wir besonders amüsant fanden, war das Kopfball-Spiel. Dabei sollten wir einen Slalom - Parcours mit einem Ball durchlaufen und diesen auf allen vieren bis ins Ziel „treiben“. Dann schnell zurück laufen und den Ball dem nächsten Teamkameraden geben. Dieser musste dann auch diesen Parcours ab krabbeln.

Viel Spaß hatten wir auch bei dem „Wasserpistolen zielen“. Die Aufgabe hier war mit Wasserpistolen eine ein Liter Flasche zu treffen, die von einem  aus der Mannschaft  auf dem Bauch gehalten wurde. Natürlich trafen wir nicht immer in die Flasche!

Beim „Weitwurf“ mussten wir einen Ball so weit wie möglich werfen und beim „Staffellauf“ eine Distanz über 50m pro Teammitglied laufen. Beim „Muschellauf“ haben wir eine Muschel auf dem Kopf balanciert und sollten ähnlich wie beim Staffellauf die Muschel hin und her bringen.

 

Das „Steine ditschen“ war auch lustig. Wir mussten flache Steine so in die Nordsee werfen, dass sie mehrmals auf dem Wasser auftrafen. Während Björn die vielen Fotos von uns gemacht hat, kam eine große Welle und hat ihm die ganze Hose nass gemacht. Aber nur hinten… Das sah ziemlich komisch aus!

 

Als wir mit der Strandolympiade fertig waren, war es auch schon sehr kalt und windig. Der Himmel war schon leicht bewölkt und wir gingen zu unseren Zelten.

 

Abends haben wir den Grill angefeuert und Jens hat uns den Grillmeister gemacht. Alle haben ordentlich was gegessen, weil  der Tag so ereignisreich war. Als dann noch der Gemeindejugendwart, der zufällig auf Sylt beruflich zu tun hatte, vorbei kam, um zu gucken wie es uns so geht, war der Tag zu Ende. Nun mussten wir zusehen, dass wir unser Gepäck zusammen packten, denn morgen nach dem Frühstück wollen wir nach Westerland und dann den Zug nach Hause nehmen.

 

Es war eine schöne Woche hier in Hörnum und wir freuen uns sehr, dass wir im nächsten Jahr wieder von der Friedrich-Vorwerk-Stiftung eine Woche gesponsert bekommen.

 

Bis morgen dann, deine Jugendfeuerwehr Todtglüsingen.

 

 

 

 



















 

 

 

Tag 5, Donnerstag 15.07.2010

 

Liebes Tagebuch,

 

heute war mal wieder ein richtig schöner Tag, obwohl wir den ganzen Tag über ziemlich viel Wind hatten. Aber das war echt gut mit dem Wind so hat man Sonne als nicht so warm empfunden. Leider kann solch ein Wetter, auch schnell mal zu einem Sonnenstich führen. Deshalb haben unsere Betreuer uns allen gesagt, das wir uns eincremen und uns Mützen aufsetzten sollen.

 

 Nach dem Frühstück hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Einige von uns gingen an den Strand, einige blieben im Zelt und ruhten sich ein wenig aus und andere lasen Bücher und Zeitschriften. Um 12:15 Uhr haben wir uns dann alle vor den Zelten getroffen und sind zu Fuß nach Hörnum gegangen.

 

Christian Weiß von der Friedrich-Vorwerk-Stiftung war mit seiner Frau Christiane nach Hörnum gekommen, um sich von unserer Freizeit auf Sylt einen Eindruck zu verschaffen. Er lud uns alle zum Essen im „Rostigen Anker“ ein. Dies war für uns eine willkommene Abwechslung zum Essen in der Ferienkolonie. Das Beste daran war, es gab auch noch leckeren Nachtisch. Gemischtes Eis mit und ohne Sahne, Rote Grütze, und Eis mit heißen Himbeeren waren unsere Favoriten. Anschließend lud uns Christian Weiß dazu ein auch im nächsten Jahr wieder nach Hörnum zu kommen.

 

Im Anschluss an dieses Essen sind wir wieder zu Fuß zurück zum Zeltplatz und haben uns dort mit dem Wikingerspiel, einer Runde Poker im Betreuerraum und Fußball bis zum Abendbrot die Zeit vertrieben.

 

Es war ein sehr entspannter Tag heute. Wir freuen uns hier in der Ferienkolonie Möskendeel so viel erleben zu dürfen. Dafür danken wir der Friedrich-Vorwerk-Stiftung von ganzem Herzen. DANKESCHÖN!!

 

Deine Jugendfeuerwehr Todtglüsingen.






 

 

 

Tag 4, Mittwoch 14.07.2010

 

Liebes Tagebuch,

 

heute war hier mal wieder Top- Wetter. Schon morgens war es fast 20°C warm und eigentlich sollte es keine Badezeit geben, da die Gezeiten die eigentliche Badezeit in die Mittagszeit schoben. Zum Glück hatten die Bademeister ein Herz und machten zwischen 10:00 und 11:00 Uhr für uns und die anderen Kinder hier im Lager eine Planschzeit.

 

Bevor wir zum Baden gingen, mussten allerdings noch Laurens, David, Patricia und Vanessa die traditionelle „Sylttaufe“  bestehen. Wie man sich gut vorstellen kann, war dies, so nah an der Nordsee, ein feucht fröhliches Ereignis. Da fast alle Jugendlichen nass waren, mussten anschließend unsere Betreuer dran glauben. So wurde nach und nach jeder Betreuer einmal in das kühle Nass geworfen. Alle hatten riesigen Spaß!

 

Nach dem Mittagessen gingen wir dann wieder an den Strand, an dem wir kleine Strandspiele spielten. Das Wikingerspiel, Schubkarrenrennen und Federball waren die drei Disziplinen, in denen wir uns gemessen haben. Während des Spiels stellten wir fest, dass die Betreuer Björn, Henning und Lars offensichtlich vergessen hatten ihr Zelt zu schließen. Wir bestraften diese unglaubliche Nachlässigkeit umgehend mit einer intensiven Meerwasserdusche. Alle hoffen innig, dass die Drei nun endlich gelernt haben, was passiert, wenn man sein Zelt offen läßt.

 

Nach dem Abendbrot gab es dann eine kleine Siegerehrung, bei der Björn jedem Team eine kleine Tüte mit Bonbons, Lollies und Chips überreichte. Je nach Platzierung wurde die Tüte größer und größer. Im Anschluss an die Siegerehrung fuhren einige von uns noch mit den Betreuern nach Hörnum, um ein bisschen im Hafen zu verweilen.

 

Wir hoffen alle sehr, dass wir morgen auch wieder so schönes Wetter haben.

 

Bis morgen dann, deine Jugendfeuerwehr Todtglüsingen.







 

 

 

Tag 3, Dienstag 13.07.2010

 

Liebstes Tagebuch,

 

heute Vormittag waren wir zum ersten Mal dieses Jahr in der Nordsee baden. Da es windig war, hatten wir ziemlich hohe Wellen, was allen sehr gut gefiel. Wegen dem Wind und dem bedeckten Himmel kam es uns fast so vor als wäre es im Wasser wärmer als an der frischen Luft.

 

Nachmittags ging es zum „Shoppen mit Dörte“ nach Westerland. Bei strahlendem Sonnenschein schlenderten wir dort durch die Friedrichstraße, wo wir erst einmal ein Eis aßen. An der Strandpromenade entdeckten wir dann ein Bungeetrampolin, vier von uns trauten sich und sprangen bis zu 10m hoch, einige schafften sogar einen Salto. Anschließend waren wir in diversen Geschäften shoppen und erstanden T-Shirts, Flip-Flopps und vieles mehr. Unsere Jungs nutzten die Gunst der Stunde, um sich mit Wasserpistolen zu bewaffnen, bereits am ZOB kam es dann zur ersten Wasserschlacht.

 

Nach dem Abendbrotessen spielten wir eine Runde Federball und das Wikingerspiel. Nun sind wir nach diesem eindrucksvollen Tag alle froh, in unseren warmen Schlafsäcken auf unseren Feldbetten einzuschlummern.

 

Außerdem erhielten wir heute die erste Resonanz auf unsere Veröffentlichungen im Internet. Diese war durchweg positiv. Alle, die uns geschrieben hatten, freuten sich über die Artikel und sind gespannt auf die Berichte der kommenden Tage.

 

Auch wir sind gespannt was uns noch erwartet!

Deine Jugendfeuerwehr Todtglüsingen.







 

 

 

Tag 2, Montag 12.07.2010

 

Heute, liebes Tagebuch, hatten wir einen ganz besonders aufregenden Tag!

 

Bereits nachts um drei Uhr begann es in Hörnum zu donnern und zu blitzen und es schüttete wie aus Eimern. Als wir dann um 8:00Uhr durch die Weckmusik unserer Zeltnachbarn erwachten, gingen wir duschen und anschließend zum Frühstück. Wir hatten alle großen Appetit, denn Seeluft macht bekanntlich hungrig.

 

Leider fiel, aufgrund des schlechten Wetters die Badezeit, auf die wir uns schon so gefreut hatten, aus. Deshalb beschlossen wir mit ein paar Kindern in den Ort zu gehen, doch auch dies fiel durch einen Platzregen wortwörtlich ins Wasser. Glücklicherweise bot Jens uns an mit uns nach Hörnum zu fahren. Am Hafen haben wir Crepes und Fischbrötchen gegessen, denn Seeluft macht bekanntlich hungrig… .

 

Als wir wieder in die Ferienkolonie kamen, war es bereits Zeit zum Mittagessen. Es gab Nudeln mit Tomatensoße. Da das Wetter immer noch schlecht war, hofften wir dieses nach dem Motto „Wenn du alles aufisst, gibt es gutes Wetter.“ zu verbessen. Das war kein großes Problem für uns, denn Seeluft macht bekanntlich hungrig... .

 

Nachmittags spielten wir Gesellschaftsspiele im Speisesaal, wo die immer noch schlechte Witterung uns nichts anhaben konnte. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Es zog ein heftiges Unwetter auf und alle Jugendlichen versammelten sich im sicheren Speisesaal. Als sich die Situation entspannt hatte, stellten wir mit Erschrecken fest, dass zwei unserer Zelte fehlten. Diese wurden durch eine Windhose erfasst und auf die gegenüberliegende Straßenseite geweht. Zum Glück ist das Gepäck an seinem Platz verblieben und unsere Betreuer konnten dieses vor dem Regenschauer in Sicherheit bringen. Lediglich eine Luftmatratze und ein Schlafsack blieben vorerst verschollen, konnten aber nach kurzer Suche wiedergefunden werden.

 

Gegen Abend hatte sich das Unwetter gelegt und die Sonne zeigte sich wieder, vermutlich weil wir soooo gut gegessen haben. Wir versammelten uns zur Erinnerung an dieses einzigartige Erlebnis zu einem Gruppenfoto an dem Platz, wo einst eines der Zelte stand.

 

Wir freuen uns sehr auf den morgigen Tag und hoffen, dass dieser ähnlich aufregend wird!

 

Bis Morgen, deine Jugendfeuerwehr Todtglüsingen!

 






 

 

 





Tag 1, Sonntag 11.07.2010

 

Liebes Tagebuch,

 

heute mussten wir schon ganz früh aufstehen um rechtzeitig am Bahnhof in Tostet unsere Bahn nach Sylt zu bekommen. Zum Glück konnten wir schon gestern unser Gepäck am Feuerwehrhaus in Todtglüsingen abgeben, somit brauchten wir heute nur unsere kleinen Rucksäcke mit auf die Reise nehmen.

 

Wie üblich war auch dieses Mal wieder unser Betreuer Jens der Letzte am Bahnhof. Aber auch Clemens war spät dran und hatte nicht einmal Zeit zu Hause zu frühstücken. Deshalb packte er schon auf der Fahrt zum Hamburger Hauptbahnhof seinen Frühstückskorb mit Salami, Käse, Butter, einem Baguettebrot und einem halben Liter Milch aus. Es war sehr amüsant, ihm beim schmieren des Baguettes zuzuschauen.

 

Endlich in Westerland auf Sylt angekommen, nahmen wir den Bus nach Hörnum. Auf dem Zeltplatz der Ferienkolonie Möskendeel wartete bereits das MTF mit Lars und Edith, die unser Gepäck mit an Bord hatten. Nachdem wir dieses verstaut hatten, ging es an den Strand wo wir uns bei bestem Wetter vergnügten und die Füße zum ersten Mal in diesem Jahr in die Nordsee hielten.

 

Heute Abend schauen wir, nach dem Abendessen, gemeinsam das Finale der Fußball Weltmeisterschaft.

 

Bis Morgen, deine Jugendfeuerwehr Todtglüsingen!

 

Von: B. Bostelmann, L. Meyer